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25.05.2019 Mitgliederversammlung und Fachseminar

Landesverband zog beachtliche Bilanz und sieht sich vor neuen Herausforderungen

Halberstadt. Der Landesverband für Pflege- und Adoptiveltern hatte seine Mitglieder zum 25. Mai zur Mitgliederversammlung nach Halberstadt eingeladen.

Als Gäste konnte die 1. Landesvorsitzende Kathrin Kube sehr herzlich Cornelia Lüddemann, Fraktionsvorsitzende der Landtagsfraktion Bündnis 90/die Grünen, sowie die Landtagsabgeordnete Monika Hohmann von der Landtagsfraktion DIE LINKE begrüßen.

 

Die beiden Landes-vorsitzenden Kathrin Kube (rechts) und Wolfgang Heine (links) bedanken sich bei Cornelia Lüddemann (2. v. r.) und Monika Hohmann (3. v. r.) für die bisherige Unterstützung und Zusammenarbeit.Die beiden Landes-vorsitzenden Kathrin Kube (rechts) und Wolfgang Heine (links) bedanken sich bei Cornelia Lüddemann (2. v. r.) und Monika Hohmann (3. v. r.) für die bisherige Unterstützung und Zusammenarbeit.Beide Politikerinnen betonten in ihren Grußworten, dass es der Verband in den zurückliegenden Monaten seit der Neuwahl geschafft hat, Probleme rund um das Pflegekinderwesen verstärkt in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken und die politisch Verantwortlichen auf den unterschiedlichsten Ebenen für die Thematik zu sensibilisieren.

Cornelia Lüddemann dankte allen Pflege- und Adoptiveltern für ihre aufopferungsvolle Arbeit und betonte zugleich, wie wichtig es ist, durch eine funktionierende Vereinsarbeit einen offiziellen Rahmen und engagierte Ansprechpartner auf Landesebene zu haben. Monika Hohmann verwies auf die gemeinsamen Anstrengungen, um gleichwertige Rahmenbedingungen für Pflegeeltern im Land zu schaffen und die personellen Bedingungen in den Jugendämtern zu verbessern. Beide Politikerinnen gaben das Versprechen ab, sich auch weiterhin für diese Themen zu engagieren und gemeinsam mit dem Landesverband entsprechende Probleme zu thematisieren.

In ihrem Rechenschaftsbericht konnte Kathrin Kube dann eine beachtliche und durchaus eindrucksvolle Bilanz über die geleistete Arbeit ziehen.

So hat sich der Vorstand in den zurückliegenden 15 Monaten seit seiner Wahl u. a. bundes- und landesweit durch seine Mitarbeit in entsprechenden Gremien, wie der Agenda Pflegefamilien und der Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände, für die Interessen der Pflegefamilien und die Schaffung gleichwertiger Rahmenbedingungen stark gemacht. In Gesprächen im Sozialministerium und mit Landespolitikern, aber auch auf kommunaler Ebene mit Landräten und Jugendämtern und in überkreislichen Fachgesprächen wurden Probleme vor Ort thematisiert. Dabei wurde deutlich, wie wichtig die enge Zusammenarbeit und eine gute Kommunikation zwischen den lokalen Vereinen und Interessensgruppen und den Jugendämtern für die Lösung von Problemen sind.

Um die Arbeit des Landesverbandes auf eine breitere Basis zu stellen, nahmen die Mitlgliederwerbung und die Unterstützung interessierter Pflegeeltern beim Aufbau örtlicher Gruppen mit entsprechenden Strukturen einen besonderen Stellenwert ein.

Der neu gewählte Vorstand hat sich aber auch sehr intensiv damit beschäftigt, die Aufgaben des Landesverbandes und die daraus resultierenden Ziele und Herausforderungen für die künftige Arbeit klar zu definieren, um so sein eigenes Profil zu schärfen und die Wahrnehmung des Verbandes in der Öffentlichkeit zu erhöhen.

Mit der Schaffung einer eigenen Geschäftsstelle, für die beim Land eine Förderung beantragt wurde, soll nicht nur die Basis für die ehrenamtliche Tätigkeit verbessert werden, sondern vor allem auch ein zentraler Anlauf- und Beratungspunkt sowie ein Begegnungszentrum für die Pflege- und Adoptiveltern im Land Sachen-Anhalt entstehen.

Im strukturellen Aufbau örtlicher Gruppen, der Unterstützung bereits bestehender lokaler Vereinen, der besseren Vernetzung untereinander  und der noch intensiveren Zusammenarbeit mit politischen Entscheidungsträgern, Verwaltungen und Institutionen, die sich mit der Thematik rund um die Pflegefamilien beschäftigen, sieht der Landesverband wichtige Herausforderungen für seine zukünftige Arbeit.

Kathrin Kube appellierte an die Anwesenden, diesen Weg zum Wohl der uns anvertrauten Kinder gemeinsam weiterzugehen.
>> Rechenschaftsbericht <<

Nach dem Rechenschaftsbericht wurde von Liane Rosemund der Kassenbericht für das Jahr 2018 vorgetragen. Die Kassenprüferin Manuela Müller hatte keine Beanstandungen.

Einstimmig wurde durch die wahlberechtigten Mitglieder der Rechenschaftsbericht und die Entlastung des Vorstandes beschlossen.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung nutzten zahlreiche Pflegeeltern und Vertreter des Jugendamtes des Landkreises Harz die Möglichkeit, an einem gemeinsamen Seminar zum Thema „Vormundschaften - ehrenamtlicher Einzelvormund für Pflegekinder“ teilzunehmen.

Als Referentin konnte Henrike Hopp, Mitglied des Runden Tisches Pflege- und Adoptivkinderwesen sowie Betreiberin der Plattform moses online, ihr Fachwissen in beeindruckender Weise vermitteln.

Ihr gelang es auch, das eine oder andere Vorurteil in Frage zu stellen oder gewisse Unklarheiten bei den Pflegeeltern zu beseitigen, so dass sie mit ihrem fundierten Referat eine gute Diskussionsgrundlage für das sich anschließende Gespräch gab.


05.04.2019

Große Anfrage zum Pflegekinderwesen in Sachsen Anhalt:
Pflegeeltern verfolgten Landtagsdebatte

Die umfangreiche Beantwortung einer großen Anfrage der Fraktion DIE LINKE zur Situation des Pflegekinderwesens in Sachsen Anhalt war ein Tagesordnungspunkt der Landtagssitzung am 4. April in Magdeburg.
Interessiert verfolgt wurde die Landtagsdebatte von Pflegeeltern und dem Vorstand des Landesverbandes für Pflege- und Adoptiveltern e.V., der in den zurückliegenden Monaten in zahlreichen Gesprächen mit Landespolitikern und in einem Brief an die Fraktionen auf entsprechende Probleme aufmerksam gemacht hatte.

Mit insgesamt 37 Fragen hatte sich die Landtagsabgeordnete Monika Hohmann (Landkreis Harz) an die Landesregierung gewandt, um die zum Teil sehr unterschiedliche Herangehensweise der Landkreise im Bereich des Pflegekinderwesens aufzuzeigen. Im Kern ging es dabei um solche Schwerpunkte wie die bestehenden unterschiedlichen Rahmenbedingungen für Pflegeeltern in den einzelnen Landkreisen und kreisfreien Städten, die Personalausstattung im Pflegekinderdienst der Jugendämter, die Unterstützung der ehrenamtlich tätigen Pflege- und Adoptivelternvereine im Land sowie eine noch zielgerichtetere vorbeugende Familienhilfe, insbesondere für Alleinerziehende.

Im Ergebnis der nunmehr vorliegenden Beantwortung hat die Fraktion DIE LINKE einen Antrag zur Verbesserung der Strukturen des Pflegekinderwesens und der Stärkung Alleinerziehender eingebracht, der einstimmig zur weiteren Diskussion in den Ausschuss für Arbeit, Soziales und Integration überweisen wurde. Die Landesregierung wird darin auch aufgefordert, Gespräche mit dem Landkreistag und dem Städte- und Gemeindebund aufzunehmen, um gleichwertige Rahmenbedingungen für Pflegeeltern zu schaffen.

In einem sich anschließenden Gespräch der Pflegeeltern mit den Landtagsabgeordneten Monika Hohmann und Doreen Hildebrandt bedankte sich die 1. Vorsitzende des Landesverbandes, Kathrin Kube, für das Engagement der Landespolitiker und versicherte, dass sich die Mitglieder des Verbandes auch weiterhin konstruktiv in die Gespräche und Debatten einbringen werden.



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